[Jasmin Diving Center] / [Vorwort]
Liebe Taucher, liebe Freunde,

20 Jahre Jasmin Diving Sports Center sind geschafft!

Mit viel Freude und auch Wehmut blicke ich auf eine erlebnisreiche und turbulente Zeit zurück. Oft werde ich gefragt, wie kommt man denn als Frau in den 80er Jahren nach Hurghada? Wie kommst Du zurecht in dieser Männerwelt? Diese Fragen beantworte ich eigentlich immer damit, wie es früher war und auch heute noch ist: Als Frau werde ich von den Ägyptern sehr respektiert und als Chefin akzeptiert. Die größten Probleme gab es eigentlich immer mit den europäischen Mitbewerbern die sich im Laufe der Jahre dazugesellten und dachten: „als Frau erfolgreich, das kann es ja wohl nicht geben, der werden wir es schon zeigen.“

Basis 92-93

Das erste Boot - 1988


Damit hat man zumindest eines in den ganzen Jahren geschafft: ich wurde zum Einzelkämpfer und übersensibel meiner Umwelt gegenüber. Heute sage ich ein großes Danke an meine Mitbewerber, denn damit hatte ich viel Zeit mich um Euch, unsere Taucher, zu kümmern. Der Erfolg gab mir Recht und spricht für sich.
1987 begann die Pionierarbeit in einem noch in Planung begriffenen 400 Bettenhotel; dem Jasmine Village, mitten in der Wüste, 8 km südlich von einem kleinem Fischerort, der sich Hurghada nannte
Im Laufe der Jahre sind es jedoch mit den Schwesternhotels „Aladdin Beach Resort“ und „Ali Baba Palace“ 1500 Betten geworden.
In der heutigen Staffkantine, neben dem damals halbfertigen Hauptgebäude und 15 weiteren Bungalows, waren wir anfangs untergebracht. Dann hat das erste Abenteuer angefangen: Ein Jahr lang erschallte am Nachmittag immer der Ruf über unsere Bungalows „Wasser marsch“. Das hieß Haare waschen und Duschen im Dauerlauf, denn genau 2 Stunden konnten wir das köstliche Nass genießen. Aber glaubt mir Leute, es war alles egal, denn Ihr wart da, die ersten Abenteurer, die nur eines wollten: „Tauchen im Roten Meer“. Das konnten wir in der Tat - und zwar vom Feinsten - denn Ihr wart Idealisten und spitzenmäßig.
Unsere täglichen Ausfahrten mit der „Felukka“, ohne Toilette an Bord, haben richtig Spaß gebracht. Spaghetti mit roter Soße wurde zu unserem Nationalgericht ernannt, denn das gab es die ersten Jahre lang täglich. Es war trotz der Entbehrungen und Strapazen eine Superzeit und viele von Euch kommen ja heute noch zu mir.
Dann ging es mit dem 1. Golfkrieg Anfang der 90er los und kurz danach erfolgte der Bau meiner ersten beiden Safarischiffe der Jasmine I und Jasmine II.
Moawd, mein Mann, gesellte sich dazu und mit seinem großen Wissen und Kenntnissen vom Roten Meer, hieß es wirklich nur noch „Tauchen satt“. Brothers, Elphinstone Riff und Daedalus waren noch echte Abenteuer: ganz alleine da draußen. Das war schon was!
Der Zahn der Zeit nagte, Hurghada boomte und es wurde ein Hotel nach dem anderen gebaut. Die Preise schnellten in die Höhe und Moawd und ich entschlossen uns Mitte der 90er unsere eigenen Tagestourschiffe zu bauen, was ein voller Erfolg war und auch heute noch ist.
Ihr alle wart da und unser Motto lautete damals wie auch heute noch: „nur das Beste für unsere Gäste und Freunde“. Aber auch für mich wurde es allmählich etwas viel. Bianca, sicherlich für viele von Euch mittlerweile ein Begriff, kam als junge Divemasterin in meine Basis und das war der große Wurf. Jetzt konnten wir zu Dritt denken und handeln und das war einfach Klasse und es macht immer noch Spaß mit Ihr.
Es ist kein Witz, aber im September 2006 habe ich meinen Flug nach Deutschland verpasst. Aus lauter Frust, fuhr ich in das „Grand Seas Resort Hostmark“, denn im Hafen liegen unsere Schiffe und ich brauchte einen „Tee“. Der Grundstein für ein zweites Jasmin Diving Sports Center wurde an diesem Tag gelegt. Nun hoffe ich, dass „Flüge verpassen“ nicht zur Gewohnheit wird.
Ja Leute, ein bisschen bekloppt muss man schon sein in diesem Job.
Die Schiffe sind gerade wieder umgebaut und renoviert worden, denn natürlich möchte ich Eure im Laufe der Jahre größer gewordenen Ansprüche weiterhin erfüllen.
2004 haben Moawd und ich einen Traum wahr gemacht und ein neues Safarischiff gebaut – die „AIDA momo“. Es bringt Euch auf Wochentörns in den Norden und tief in den Süden des Roten Meeres. Ja - das „Non plus Ultra“ geht weiter.
Ich freue mich auf Euch und bin immer da, auch wenn Ihr mich mal gerade nicht seht.
Bis auf bald

Eure Monika, Moawd und Bianca

 

 

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